53 beliebte Glaubenssätze contra Sichtbarkeit

6. Mai 2024

Erst wollte ich zu einem klassischen negativen Glaubenssatz meiner Kund:innen schreiben. Dann dachte ich: Es lohnt sich, beliebte Klassiker unseres Kopfkinos bezüglich Sichtbarkeit aufzulisten. Denn limitierende Glaubenssätze halten Dich zurück, Dinge zu tun.

Fiese Glaubenssätze machen es Dir schwer:

  • überhaupt sichtbar sein zu wollen,
  • Dich, Deine Leistung und Persönlichkeit zu zeigen,
  • Dich selbst darzustellen,
  • Interesse an Deiner Arbeit und Person zu wecken,
  • über Dich zu erzählen,
  • endlich ein LInkedIn Profil anzulegen und dort aktiv zu sein,
  • Erfolge zu teilen,
  • Postings zu veröffentlichen,
  • Blogartikel zu schreiben,
  • Zielgruppen oder Stakeholder zu erreichen,
  • Deine Meinung im Meeting zu sagen,
  • präsent zu sein,
  • gefragt zu werden,
  • Budgets für Projekte zu erhalten,
  • mehr Gehalt und Möglichkeiten (Beförderung?) im Job zu bekommen,
  • Interessent:innen, Mitstreiter:innen oder Kund:innen zu gewinnen
  • und noch so viel mehr.

Die Angst vor Sichtbarkeit ist ein großer Blumenstrauß – hinter dem wir oft unser wahres ICH verstecken. Die Bedenken, uns authentisch zu zeigen, sind extrem vielfältig und hartnäckig.

Selbst exzellente Berufsabschlüsse, Fortbildungen, Expertise, gute Feedbacks, Anfragen oder Beförderungen lassen sie nicht einfach verschwinden.

Wir glauben uns oft selbst nicht und halten uns raus. Dabei ist Sichtbarkeit die Chance zum Miteinander.

Viel zu oft glauben wir uns selbst nicht. Wir trauen uns nicht zu, dass wir es wert sind, gesehen zu werden sowie unsere Gedanken, Meinungen, Erfolge und Ideen zu teilen.

Das Fatale: Oft stecken diese limitierenden Glaubenssätze so fest in unseren Hirnen und Körpern, dass sie uns ganz normal und natürlich erscheinen. Die Sätze scheinen selbstverständlich und nicht zu ändern, oder sogar ok für Dich. Und doch ist da meist irgendwas, was und ärgert, einengt, zurückhält…

Weil sie so „in uns drin sind“, ist es nicht leicht und locker, sie von alleine einfach loszulassen. Anders zu denken und zu empfinden. Es braucht Zeit, Geduld, Support, Mut und Übung. Das Leben ändert sich, wenn man da dran geht.

Sichtbarkeit ist die Chance zum Miteinander. Sie ist Chance und Anfangspunkt für Verstehen, Kommunikation, Auseinandersetzung, Veränderung.

Vielleicht entdeckst Du Dich in der Liste öfter mal selbst…. und wie cool, wenn das ein erster Anstoß wäre, diese DENKE mal unter die Lupe zu nehmen, und sie vielleicht Schritt für Schritt aus dem Weg zu räumen.

Here we go!

Meine Liste der liebsten Ausreden, Glaubenssätze, Mindfucks contra Sichtbarkeit und Selbstdarstellung

  1. Ich bin zu laut. (Dachte ich selbst sehr lange.)
  2. Ich habe nichts zu erzählen.
  3. Meine persönlichen Themen sind uninteressant.
  4. Selbstdarstellung ist Angeberei.
  5. LinkedIn ist nur was für Selbstdarsteller:innen.
  6. Ich habe nichts zu sagen.
  7. Ich kann nicht schreiben – oder vor Leuten reden.
  8. Der / die andere weiß viel mehr als ich.
  9. Was sagen meine Kolleg:innen, wenn ich auf LinkedIn poste oder blogge?
  10. Ich weiß nicht, was ich zu / über meine(r) Zielgruppe schreiben soll?
  11. Meine Vorgesetzten / Führungskräfte lesen meine Postings und bewerten mich dann.
  12. Meine Kolleg:innen bewerten meine Postings.
  13. Ich kann nicht mit Kritik umgehen.
  14. Ich habe jetzt so lange (Elternzeit/Krankheit…) Pause gemacht, da wäre es anmaßend, über meine Arbeit zu sprechen.
  15. Ich brauche kein Coaching, was ich mache interessiert einfach niemanden.
  16. Ich habe kein Ideen zum Schreiben.
  17. Was ich mache / arbeite interessiert niemanden.
  18. Ich bin nicht fotogen.
  19. Selfies machen doch nur Angeber:innen.
  20. Ich bin zu alt für Social Media und „so was“.
  21. Ich kann mich nicht verkaufen, und will es auch nicht.
  22. Ich hasse Akquise und will mich nicht anbiedern.
  23. Ich bin nicht gut genug darin, um darüber zu sprechen / schreiben / posten.
  24. Ich sehe auf Fotos immer blöd / doof aus.
  25. Mir ist es peinlich, wenn mein Umfeld meine Posts sieht.
  26. Mein Umfeld hält mich für abgedreht/arrogant/… Ich habe doch gar nichts zu sagen.
  27. Ich hatte noch keine Zeit …
  28. Es gibt keinen Grund, mich sichtbar zu machen.
  29. Ich kann mir eventuelle schlechte Kommentare zu meiner Sichtbarkeit nicht leisten.
  30. Ich bin zu schüchtern.
  31. Dafür muss ich erst professionell sein und …. lernen / machen.
  32. Ich kann das nicht, auf Social Media posten.
  33. Persönliches über mich ist für meine Geschäftspartner:innen oder Kund:innen nicht relevant.
  34. Persönliche Informationen haben in der Arbeitswelt nichts zu suchen, sind schlecht fürs Geschäft.
  35. Blogartikel müssen SEO relevant sein, damit sie wirken und nützlich sind.
  36. Ich werde doch sowieso (immer) übersehen!
  37. Selbstdarstellung lohnt sich nicht.
  38. Selbstdarstellung macht unbeliebt.
  39. Was ich mache oder sage interessiert kaum jemanden.
  40. Sichtbarkeit kommt doch von allein, wenn meine Texte / meine Arbeit gut ist.
  41. Sichtbarkeit braucht Leistung und kommt von Leistung.
  42. Ich bin zu introvertiert. Ich kann mich nicht selbst darstellen.
  43. Ich stell mich nicht gerne in den Mittelpunkt, bin einfach nicht der Typ dazu.
  44. Selbstdarsteller mag man nicht.
  45. Ich bin zu klein, zu dick, zu jung, zu alt, zu …. (welche „Zus“ fallen Dir noch so ein?)
  46. Ich bin noch nicht so weit, mich oder das zu zeigen.
  47. Ich bin nicht so gut / professionell.
  48. Eigenlob stinkt.
  49. ICH kann doch dazu nichts sagen oder schreiben.
  50. Was werden da die anderen denken?
  51. Ich will andere nicht bevormunden.
  52. Ich möchte keine Besserwisserin oder Schlaumeierin sein.
  53. Alle hassen Selbstdarsteller:innen.

Ergänzungen aus den Kommentaren

  1. Ich will mich nicht aufdrängen. (Ursula Eggers)

Findest Du Dich in manchen Glaubenssätzen wieder?

Kennst Du weitere Annahmen, die Sichtbarkeit und authentische Selbstdarstellung ausbremsen?

Es wäre großartig, wenn Du sie als Kommentar hier unter dem Beitrag teilst! Denn Deine Erfahrung wird anderen Mut machen, dass sie vielleicht mit genau dem Gedanken nicht alleine sind 😊. Und es ist ein wichtiger Schritt, sich dieser „blockierenden Annahme“ zu stellen.

Limitierenden Glaubenssätze zu erkennen und zu bemerken, ist ein wertvoller Schritt, um Dich von ihnen zu befreien.

Erste Tipps, wie Du anders denken und es anders machen kannst, findest Du in meinem Blogartikel: Angst vor Sichtbarkeit? Warum sie da ist und was hilft. Klick gerne rein.

Ich freue mich auf Deinen Input oder Deine Fragen in den Kommentaren und bedanke mich dafür!

Deine Sabine 😊

PS: Wenn Du Ideen oder Motivation brauchst, womit Du für wen sichtbar sein willst (z.B. für Deine Zielgruppe, Stakeholder, Teammitglieder): Dann buche mich für ein Brainstorming! Easy und wirkungsvoll. Ich habe schon einige Menschen damit glücklich gemacht und von sich selbst überrascht! Mein Angebot „be bold and shine fast-feedback ist dafür ideal. Schreibe mir bitte bei Interesse einfach eine Mail. Ich freue mich auf Dich und Deine Fragen.

2 Kommentare

  1. Ursula Eggers

    Hallo Sabine,
    mit dem Satz „Eigenlob stinkt“ bin ich aufgewachsen. Hab ich zwar lange nicht gehört und schon fast vergessen, aber wo Du ihn gerade erwähnst …
    Abgesehen davon, dass mir die Nummer 40 extrem bekannt vorkommt ;-), „behindert“ mich dieser Satz: Ich will mich nicht aufdrängen! (Wer was wissen will, kann mich ja fragen, dann helfe ich gern.)
    LG Ursula

    Antworten
    • Sabine Beck

      Liebe Ursula,
      Danke für Deine Worte. Ja, das stinkende Eigenlob ist ein großer Blödsinn. Besonders Frauen sind von diesem „guten Rat“ gesegnet. Ich habe ihn auch immer wieder gehört. Und richtig: Ich habe ein paar Anregungen aus der Blogger-Community, die ich selbst auch kenne, mit aufgenommen. Den Punkt mit dem Aufdrängen finde ich wertvoll. Das höre ich auch immer wieder und werde es in der Liste mit Hinweis auf Deinen Kommentar ergänzen. Danke und LG!

      Antworten

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