STRAHLEN STATT PRAHLEN. Mein Claim und wie er zur Welt kam

21. Dezember 2022

Ein Claim – das ist so ein wichtiges Ding. Kompliziert zu finden, bleibt dann aber hängen. Wie: Just do it! Wir lieben Lebensmittel. Wohnst Du noch oder lebst Du schon? Unternehmen und Marken haben ihn, und ich jetzt auch! Er bringt in wenigen Worten auf den Punkt, was Dich, Deine Marke, Deine Arbeit und die Haltung zu ihr ausmacht. Er ist quasi wie das WHY für Simon Sinek oder der purpose in der New Work Bubble.

Seit kurzem habe ich den ersten eigenen Claim. Wie cool! Ich muss es noch feiern. Seine Entwicklungsgeschichte begann unspektakulär. Denn er war schon eine Weile da, etwas verschämt im Hintergrund. Was alles in ihm steckt, ist mir gar nicht aufgefallen.

“Strahlen statt Prahlen” bedeutet authentisch sein und damit wirken

Mein Claim verkörpert für mich eine Haltung, zu der ich stehe: Sympathische Sichtbarkeit ohne Protzen und ChiChi. Das geht laut und bunt genauso, wie leise und in gedeckten Farben. Es geht darum, Dich zu zeigen, wie Du bist und was Dich ausmacht. Je nach Typ, Stimmung, Lust und Laune. Mit dem beruhigenden Gefühl: Das ist OK, sinnvoll und bewirkt etwas bei anderen und in der Welt.

Protziges Prahlen, um präsent zu sein und gut rüber zu kommen, ist nicht mein Ding. Ich glaube daran, dass man strahlt, wenn man authentisch und „echt“ ist. Wenn man sich selbst so zeigt, darstellt und präsentiert, wie man ist. Das wirkt, überzeugt, schafft Vertrauen.

Das macht Dich zufrieden und mutig. Es lässt Dich wachsen und andere auch. Denn Deine Ausstrahlung steckt an. Ich möchte, dass Du gut ankommst und glücklich vorankommst. Wenn Du über Dich selbst, Deine Arbeit, Dein Leben sprichst, Dich vorstellst, eine neue Rolle oder Position hast, besser gesehen werden willst, von Dir überzeugen möchtest.

Prahlen und Protzen, Angeben, Ellenbogen ausfahren, machtvolle Rhetorik nach Schema F. All das gehört für mich nicht dazu. Das bewirkt wenig Gutes. 

Dass „Strahlen“ zu meiner Arbeit und meiner Marke beckandbold gehört, war mir schnell klar. Aber dass „Strahlen“ auch mich als Mensch Sabine ausmacht, erstmal nicht.

How it started: Wann fiel mir “Strahlen statt Prahlen” ein?

Ich suchte nach passenden Worten für meine neue Selbständigkeit mit dem Namen und der Domain beckandbold (eine Kombination meines Nachnamens Beck und be bold). Mit den Fragen: Was macht mein Angebot aus? Was möchte und kann ich meinen Lieblingskund:innen vermitteln? Wozu tue ich, was ich tue? 

Ich wollte etwas für den Text zu meinem Profilfoto auf LinkedIn, etwas was mich und mein Tun beschreibt. Passend zu: „be bold“, „mutig sein“, „sich selbst zeigen, darstellen, sichtbar machen“. Aber eben ohne groß auf die Pauke zu hauen. 

Da fiel mir irgendwann „Strahlen statt Prahlen“ ein. Kurz, knackig, klar. Zugegeben, ich habe mich gleich etwas verliebt, fand es besonders. Da war so ein Gefühl dabei. An Claim habe ich allerdings überhaupt noch nicht gedacht. Da war ja schon beckandbold, mein Domain-Name, mein Logo. Das waren schon genug große Worte.

Wo fanden meine “noch-nicht-Claim-Worte” ihre ersten Plätze?

Auf meiner Mini-Website, meinem Profil auf LinkedIn und Facebook, meiner Visitenkarte, in Ankündigungen zu Webinaren, Vorträgen, Podcasts mit mir, bei Infogesprächen zu meiner Beratung. Da überall purzelten die Worte „Strahlen statt Prahlen“ in den Text. Und ja, ich fand’s gut. Immer war dazu ein passendes Bild und Gefühl in meinem Kopf und Bauch: 

Strahlen, leuchten, be bold, sich trauen, etwas zu sagen haben, echt sein, etwas Gutes rüber bringen, Freude, Glück, Zufriedenheit, Sichtbarkeit. Zu merken und zu zeigen: Das bin ich, das strahle ich aus, dafür stehe ich. Zeit, es zu zeigen. Wirklich, echt, mit Überzeugung und gutem Gefühl.

Und plötzlich kam das Strahlen von überall

„Wenn Sabine lacht, geht die Sonne auf“, „Du strahlst so!“, „Woher kommt dieses Strahlen?“, „Look at your smile, give that to your audience“ (…) immer mehr Momente aus meinem Leben fielen mir ein, in denen ganz unterschiedliche Menschen das oder ähnliches zu mir gesagt haben. Verrückt! Teils Jahrzehnte her, teils erst wenige Tage.

Komisch. Ich hatte das nie richtig gehört. Vielleicht weil ich es selbst nie so wahrgenommen und geglaubt habe. Eine große Freude breitete sich in mir aus. Ich kann Menschen mit meinem Lachen berühren! Obwohl ich öfter auch weine und nicht mit Dauergrinsen durch den Tag laufe. Wow!

Echtes Lachen erkennt man. Es ist authentisch und ansteckend

Das Beste überhaupt ist: Echtes Strahlen geschieht automatisch. Es kommt von innen, ohne Plan und Absicht. Es ist da, weil und wenn ich „ich selbst“ bin, wenn ich etwas tue und ausdrücke, was mich ausmacht, mir Spaß macht, mich freut. 

Das strahlt nach außen, wirkt echt, vertrauensvoll und – das ist vielleicht das schönste – ansteckend. Wenn Du strahlst, lädst Du andere ein, auch zu strahlen.

Da wusste ich: That’s my Claim!

Klick gemacht hat es in meinem ersten Blogger-Kurs, in The Content Society von Judith Peters. Du fragst Dich: Sabine bloggt? Richtig, tue ich noch nicht, aber bald. Im Kurs gab es einen Claim-Workshop. Den habe ich mitgemacht, denn „Claim“ war für mich wiederholt ein Buch mit sieben Siegeln.

In dieser November-Woche wurde mein Claim geboren, beziehungsweise aus seinem Hinterhalt zum Leben erweckt. Das war Arbeit! Jeden Morgen ab 8 Uhr eine Stunde „Focus on Claim“ – inklusive Wochenende. Kreativer Autopilot an, Brainstormen, schreiben, schreiben, schreiben. Und dann stand er plötzlich klar vor mir – inklusive der drei Keywords, worum es bei meiner Arbeit geht. Voilà:

Sabine Beck
Strahlen statt Prahlen
Selbstdarstellung . Positionierung . New Work

Dann die Mutprobe: Zeigen in der Workshop-Runde. Spontane Rückmeldungen: „Finde ich gut, cool, großartig, spricht mich an, klar.“ Aha!!! 

Natürlich wäre ich nicht Sabine, wenn ich das sofort glauben würde und Juhu rufe. Gutes Feedback, Lob oder Komplimente annehmen – das übe auch ich immer noch. Stattdessen: Erstmal nachdenken, zweifeln „Warum haben die so wenig gesagt?“, überlegen, was besser geht, die Kommentare in die Schublade „das sagen die nur so“ einordnen. Kurz: Hallo Perfektionismus & Co! Aber Du kannst mich mal. Ich gehe jetzt mit meinem Claim in die Welt und sehe, was geschieht. 

Als ersten Schritt habe ich gleich am Abend des letzten Workshoptages auf LinkedIn und facebook das obige Foto gepostet: Ich am See mit Sonnenstrahlen über dem Kopf und meinen Claim-Lettern auf der Brust! Yes. Fühlte sich gut an – und tut es immer noch.

Es gab schöne Kommentare, viele Likes und Views. Ich spürte: Ja, mein Claim spricht zu den Menschen, die ich mag. „Strahlen statt Prahlen“ ist gekommen, um zu bleiben.

Hello Claim, my new friend! Ich bin gespannt, was ich mit Dir erleben werde.

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